Manuel aus Condeve

Der 18. Juli 2018 wird der Dorfgemeinschaft von Condeve/Angola noch lange in Erinnerung bleiben. 

Nach neuntägiger Bauzeit konnte der von JAM Schweiz gebohrte Brunnen mit Handpumpe an die Dorfbevölkerung übergeben werden. Für die Menschen war es, als ob ein neues Zeitalter anbrechen würde. Zuvor war ihr Alltag von Krankheiten und Strapazen geprägt. Um der Nachmittagshitze zu entkommen mussten die Frauen und Mädchen bereits frühmorgens oder spätabends auf ihren zweistündigen Marsch zum Fluss und zurück begeben. «Das Wasser des Flusses ist stark verunreinigt. Die Tiere trinken daraus und die Menschen waschen sich und ihre Wäsche darin», beschreibt Bürgermeister Xavier Kulembela die graue Brühe. Wie ungesund dieses Wasser ist, zeigt die Tatsache, dass alleine im Jahr vor der JAM-Brunnenbohrung vier Kleinkinder an Krankheiten aufgrund von verseuchtem Wasser starben. Magenschmerzen, Durchfall und Typhus gehörten zum onehin erschwerten Alltag der Dorfbewohner.

Die Verbesserungen durch den Brunnen sind enorm.

Manuel Cassita gehört mit 49 Jahren bereits zu den Dorfältesten von Condeve. «Der Brunnen ist ein riesiger Gewinn für uns», sagt er begeistert. Mit Einwilligung der Gemeinschaft kontrolliert er freiwillig die Nutzung der Handpumpe. Er stellt sicher, dass das kostbare Trinkwasser nicht verschwendet wird. «Das Wasser soll ausschliesslich zum Trinken und Kochen genutzt werden», erklärt er. So soll die Langlebigkeit der Anlage gesichert werden. Analysen zeigen, dass die Trinkwasserqualität sehr gut ist und der höchsten Güteklasse (null) entspricht. Dies wird die Krankheitsfälle rasch reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung langfristig verbessern.

Die Menschen sind überrascht und überglücklich.

Niemand von Condeves Dorfbewohnern hätte erwartet, dass die Wasserprobleme jemals gelöst sein werden. Ihr trauriges Schicksal schien vorgegeben zu sein. Für JAM Schweiz war es eine sehr ehrenvolle Aufgabe, diesen Menschen einen echten Unterschied und neue Perspektiven zu schenken. Unser besonderer Dank gilt all unseren Unterstützern, die dieses kleine Wunder ermöglicht haben.

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