Aus dem Alltag eines afrikanischen Kindes

José Benedito Pereira ist ein aufgeweckter Junge im Alter von 13 Jahren.

Er lebt in Angola, in einem kleinen Dorf namens Messalo im Bezirk Bocoio, Benguela. Er geht in die 6. Klasse der Primaria do Messalo, einer Primarschule, welche seit Januar 2014 durch Spenden an die Stiftung JAM Schweiz im Rahmen des Schulernährungsprogramms täglich mit dem JAM-Brei versorgt wird. Die Schule von Messalo hat kein Dach und keine Fenster und zeugt von der Armut, die in dieser Gegend herrscht. Doch die täglich ausgegebenen Schulmahlzeiten sind ein Highlight im Schulalltag der Kinder. Denn zu Hause gibt es für viele Kinder oft nur eine einzige Mahlzeit.

José ist ein sehr freundlicher und lebhafter junger Mann und liebt es, mit seinen Schulfreunden zu spielen. Er ist sehr intelligent und nimmt seine Verantwortung als Anführer und Vorbild gerne wahr. Es war seinem Engagement geschuldet, dass seine Klassenkameraden ihn als Klassensprecher und Vertreter seiner Klasse und seiner Schule wählten.

Im folgenden Interview zwischen einem angolanischen JAM-Mitarbeiter und José erfahrt Ihr aus erster Hand, wie ein typischer Tag eines angolanischen Jungen aussieht. José erzählt von seiner Zeit an einer Schule, an welcher kein Ernährungsprogramm durchgeführt wurde und was er neben dem JAM-Brei auch noch gerne isst. Er erzählt von seiner Familie, seiner Schule und seinen Lieblingsfächern und was er sich für seine Zukunft wünscht.

 

INTERVIEW MIT JOSÉ BENEDITO PEREIRA

Generelle Informationen:

Wie heisst Du?
A: José Benedito Pereira

Wie alt bist Du?
A: 13 Jahre

Was ist Dein Lieblingsessen?
A:
 Ich liebe Pasta mit Hühnchen!

Wo wohnst Du?
A: Ich wohne hier. In Messalo.

In welche Klasse gehst Du?
A: Ich gehe in die 6te Klasse.

Wie lange gehstDu schon hier zur Schule?
A: Seit 4 Jahren.

Wo bist Du zuvor zur Schule gegangen?
A: Bevor ich hier zur Schule ging, besuchte ich eine Schule in Zona-alta in Lobito.

Welches ist Dein Lieblingsfach in der Schule? 
A: Am liebsten mag ich Mathematik und Zeichnen.

Wer ist Dein Lieblingslehrer?
A: Professor Augusto Serrote

 

Ein typischer Schultag:

Wie weit wohnst Du von der Schule weg?
A: 
Meine Schule ist nicht weit von meinem Zuhause entfernt. Ich brauche ungefähr 3 Minuten zu Fuss.

Um welche Uhrzeit stehst Du am Morgen auf?
A: Ich weiss nicht genau, welche Uhrzeit es ist. Ich weiss nur, dass ich morgens durch die Sonnenstrahlen, die durch mein Fenster kommen, aufgeweckt werde.

Was isst Du zum Frühstück vor der Schule?
A: Normalerweise essen wir Reste vom Vorabend, falls etwas übrig ist. Meistens essen wir Funj (hauptsächlich Maismehl) mit Gemüse.

Worauf freust Du Dich am meisten, wenn Du zur Schule gehst? 
A: Am meisten freue ich mich darauf, mit meinen Freunden Fussball zu spielen.

Wann esst ihr eure Schale Papa [JAM-Brei]?
A: Wir essen nach der Schule. Alle Schüler rennen dann hinaus, um sich in der Essensschlange einzureihen. Alle versuchen, die Ersten zu sein.

Isst Du gerne Papa [JAM-Brei] und wie war das damals in Lobito?
A: Oh ja! Ich esse es sehr gerne. Der Geschmack ist klasse. Als ich in Lobito zur Schule ging, gab es sowas nicht. Damals hatte ich kaum genügend Energie, um dem Unterricht zu folgen und schlief immer wieder ein.

Was machst Du, wenn die Schule aus ist? 
A: Nach der Schule gehe ich heim zu meinen Eltern, um Ihnen bei der Feldarbeit zu helfen.

Was ist für Dich die grösste Herausforderung in der Schule?
A: 
Wenn es regnet, fällt die Schule oft aus, weil unsere Klassenzimmer keine Dächer haben.

Was ist für Dich die grösste Herausforderung zuhause?
A: 
Ich muss jeden Tag auf den Feldern arbeiten, dabei möchte ich manchmal viel lieber mit meinen Freunden spielen.

 

Hoffnungen für die Zukunft:

Was möchtest Du werden, wenn Du gross bist?
A:
 Ich möchte Krankenpfleger werden, weil ich es liebe, Menschen zu verarzten und zu heilen.

Was macht Dich am glücklichsten?
A:
 Mit meinen Freunden Fussball und andere Spiele zu spielen.

Was wünschst Du Dir?
A: Ich möchte gerne auch mal andere Länder sehen. Vor allem die Länder, wo die besten Fussballspieler herkommen.

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