Als Helfer für 8 Wochen in Mosambik

Für acht Wochen hiess der Wohnort von Andreas Stauffer nicht Heimenschwand im Berner Oberland, sondern Pambara in Mosambik und anstatt Forstmaschinen zu reparieren, packte er auf der JAM-Trainingsfarm überall dort an, wo gerade Not am Mann war.

Andreas, oder Ändu wie ihn seine Freunde nennen, wagte das Abendteuer und arbeitete während acht Wochen ehrenamtlich auf der JAM Trainingsfarm in Pambara in Mosambik mit. Die Farm umfasst rund 100 Hektaren. Hier wird alles Mögliche gepflanzt, hauptsächlich Mais, daneben auch Soja und andere Bohnen. Zudem Tomaten, Kohl, Salat, Bananen, Zitronen und einiges mehr. Die Farm liefert damit Mais und Soja für die Ernährung der Schulkinder; anderseits wird durch den Verkauf des Gemüses auch ein Einkommen generiert. Weil gerade Erntezeit war, gesellte Andreas sich zu den rund 30 Arbeitern und halft mit, Mais, Tomaten und weiteres Gemüse zu ernten. In diesem Blogeintrag kommentiert Andreas ein paar seiner Bilder.

 


Aktuell wird gerade Chabis (übrigens weisser und nicht blauer) geerntet. Dieser wird dann direkt durch JAM auf dem Markt in Pambarra und Vilanculos verkauft. Der Chabis hat wie die Tomaten eine sehr gute Qualität und ist somit auch sehr beliebt und immer innert Kürze verkauft.

 


In erster Linie soll hier Mais und Sojabohnen produziert werden. Diese Produkte werden dann mit dem LKW in das 600km südlicher gelegene Beira gefahren. Und dienen da neben einigen Vitaminen und Zucker als Hauptzutaten für den sogenannten CSS+ CornSojaStew, einfach so ein Brei, wo alles drin ist, was man braucht. Ganz einfach zum anrühren. Dieser Brei wird dann an Schulkinder einerseits hier in Mosambik, aber auch in anderen afrikanischen Ländern an Schulkinder verfüttert.

 


2350kg Tomaten wurden am Donnerstag geerntet. Das waren dann doch zu viele um sie auf dem Markt zu verkaufen. Deshalb wurden die restlichen ca. 750kg am Freitag unter den Arbeitern aufgeteilt. Alle waren sehr dankbar für das Geschenk und sind so sicher motiviert um am Montag wieder in die neue Woche zu starten! 

 


Auf der Farm angekommen finden wir Samuel, am Ende der Farm bei der Arbeit mit einem alten Ferguson am eggen. Ein kleiner Mann der kaum über die Motorhaube seines Traktors sieht. Er zeigt uns seine Farm. Sie umfasst alles in allem 27ha. Davon im Moment bewässert und somit bewirtschaftet, sind aber lediglich 3ha. Samuels Ziel ist es, bis in 4 Jahren, das bewässerte Land auf 7 ha auszubauen. Damit ist dann das Potential seiner jetzigen Bewässerung ausgeschöpft.

 


Am Donnerstag säubere ich mit dem TLB ein 2ha Feld wo vorher Cassavas und Bananen standen. Die Bananen werden säuberlich ausgegraben, 2 Arbeiterinnen sortieren die gesunden Bäume aus, damit sie Karl in seinem Garten noch weiterverwenden kann. Der Rest wird an das Ende des Feldes gestossen und wird dann wenn es trocken ist verbrannt. Haufenweise Äste, Sträucher und Gras das überall um und auf dem Feld liegt und schon trocken ist, schiebe ich nach dem Pflügen wieder an Haufen auf dem Feld, diese können wir dann gleich am Montag, wenn der Wind nicht mehr so stark bläst, anzünden.

 


Zum Abschluss gab es nochmals einen kleinen Abstecher zum Strand und einige Stunden später sass ich bereits wieder im Flieger. Goodbye Mosambik.

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