Armin in Mosambik

Armin Zöggeler war 2015 mit JAM auf Projektreise in Mosambik. Was er dort erlebt hat und warum er JAM unterstützt, erfahren Sie im Interview:

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Was hat dich bei JAM überzeugt?

JAM hilft Kindern in verschiedenen Bereichen. JAM versorgt die Kinder mit dem Brei, somit wird die Grundlage für eine ausgewogene Ernährung gelegt. Ernährung und Bildung funktioniert in entwicklungsschwachen Gebieten in Afrika nicht getrennt voneinander. Eine tolle Schule nützt nicht viel, wenn die Kinder energielos sind und Hunger haben. Auch haben mich die Landwirtschaftsprojekte in Mosambik von Anfang an überzeugt. Durch die landwirtschaftliche Entwicklung in Zusammenarbeit mit den lokalen Kleinbauern kann die Wertschöpfung in der Region erheblich gesteigert werden. Die Grundstoffe des JAM-Breis werden so zu einem viel grösseren Teil als heute direkt bei den mit JAM involvierten Bauern eingekauft, und selber in der eigenen Fabrik weiterverarbeitet. So behält JAM die gesamte Wertschöpfungskette in eigener Hand und kann das maximale Potenzial ausschöpfen.

 Was war dein erstes Gefühl als du die JAM-Projekte in Mosambik gesehen hast?

Ich wusste nicht, dass Mosambik so ein enormes Potenzial im Landwirtschaftsbereich hat. Die Böden sind in dem Gebiet, in welchem JAM tätig ist, teils sehr fruchtbar. Es fehlt heute noch an der Bewässerungsinfrastruktur und Geräten, um die Abhängigkeit von regelmässigen Niederschlägen vermindern und Erträge zu steigern und mit geringeren Schwankungen erzielen zu können. Interessant war, live mitzuerleben, wie die lokale Bevölkerung in die Farmprojekte involviert ist und welche Entwicklung stattfindet.

Wen hast du vor Ort angetroffen?

Am meisten habe ich mich mit Karl (dem Projektleiter) unterhalten. Er hat sehr viel Erfahrung im landwirtschaftlichen Bereich im südlichen Afrika. Er kennt die Einheimischen und hat ein gutes Menschengefühl. Mir ist aufgefallen, dass er vorurteilslos an unterschiedliche Situationen herangeht und ein sehr grosses Verständnis für die verschiedenen Bedürfnisse aufbringt. Er liebt die Projekte und hat einen grossen Tatendrang.

Wie war für dich der Besuch an den Schulen?

Die Kinder werden teilweise im Freien unterrichtet oder in Gebäuden aus Wellblech, die nur mangelhaften Schutz bieten. Die Bedingungen sind sehr schwierig. Darum finde ich als ersten Schritt die Breiverteilung an den Schulen sehr wichtig. Die Kinder brauchen diesen Brei, um ohne Hunger in der Schule zu sein und sich damit auf das Lernen zu konzentrieren. Auch ist der Brei bedeutend für den regelmässigen Schulbesuch, da Eltern ihre Kinder sehr oft für die Nahrungsbeschaffung und Arbeit anstellen. Was mich sehr erstaunt hat, war die Disziplin der Kinder. Den Lehrpersonen wird sehr grosser Respekt entgegengebracht.

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