Brunnenbohrung in Angola 2016

Im Jahr 2016 konnten wir dank der Unterstützung unserer Spender insgesamt 15 Brunnen bohren und damit für über 7'000 Menschen im Bezirk Bocoio sauberes Wasser bringen. Nahrungsmittelknappheit, ebenso wie der Mangel an sauberem und frei zugänglichem Wasser, ist eine der grössten sozio-ökonomischen Herausforderungen, mit welcher die Bevölkerung seit dem Bürgerkrieg zwischen 1975 und 2002 zu kämpfen hat. So oft es die topografischen Gegebenheiten ermöglichten, wurden die Brunnenbohrungen in unmittelbarer Nähe von Schulen durchgeführt, so dass vor allem die Kinder Zugang zu sicherem und sauberem Wasser haben. Bei den Brunnen handelt es sich um Tiefbrunnen. Diese werden bis in das natürlich vorkommende Grundwasser abgeteuft (70-90 Meter), wodurch sie unabhängig von Niederschlägen die gewünschte Wasserleistung konstant liefern.

2016 konnte JAM Schweiz weitere 15 Brunnen bohren. Jeder der 15 Brunnen verändert das Leben in der jeweiligen Community entscheidend:

  • Sauberes Wasser senkt die Anzahl der Todesfälle aufgrund von verseuchtem Wasser um bis zu 25%.
  • Dank der kurzen Gehdistanz ermöglicht der neue Brunnen vor allem den Mädchen den Schulbesuch, da sie nicht mehr stundenlange Märsche zum Wasserschöpfen auf sich nehmen müssen.
  • Die Gesundheit von Kindern verbessert sich merklich und krankheitsbedingte Ausfälle an Schulen nehmen stark ab.
Hintergrund Informationen

Gemäss dem UNICEF-Bericht von 2016 haben nur 34 % der Landbevölkerung Angolas Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Brunnenbohrungsprojekte führte JAM in Dörfern rund um die Gemeinden Monte Belo und Chila im Bezirk Bocoio, in West-Angola, durch. Mit rund 155‘000 Einwohnern ist Bocoio die siebtgrösste Stadtgemeinde in der Provinz Benguela und liegt einige Dutzend Kilometer von der Atlantikküste landeinwärts.
Die Gemeinde Monte Belo ist ländlich geprägt, aber zentral gelegen, wodurch sie für viele kleine Geschäfte und Dörfer der Umgebung zu einem Marktort geworden ist. Das Dorfzentrum von Monte Belo liegt 30 km vom Zentrum der Stadt Bocoio entfernt an einer geteerten Strasse. Die umliegenden Dörfer von Monte Belo sind teils schwer zugänglich, besonders während der Regenzeit. Chila ist eine noch ländlichere Gemeinde im Bocoio-Bezirk und ist schwer über die Strasse zugänglich.

Grösste Herausforderung

Der Mangel an sauberem Trinkwasser ist eine der grössten Herausforderungen der Dorf­gemeinschaften, mit denen JAM in der Benguala-Provinz zusammenarbeitet. Wegen des verschmutzten Wassers treten viele Krankheiten auf. Kinder sind von den Folgen des verseuchten Trinkwassers am schlimmsten betroffen. Das verschmutzte Wasser und der Mangel an den einfachsten sanitären Einrichtungen führte zu einem stetigen Anstieg an Krankheiten, die durch E. Kolibakterien herbeigeführt worden sind. Daher sind ein verbesserter Zugang und eine bessere Verfügbarkeit an sauberem Trinkwasser eine hohe Priorität im ganzen Land.

Einsätze Brunnenbau:

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