Brunnen Luvundo, März 2019

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Facts & Figures zum neuen Brunnen:
  • Projektort: Luvundo,  Chongoroi Municipality, Angola
  • GPS Koordinaten: -13.464722, 14.198333
  • Einwohner: 528
  • Bohrung: 17.03.2019
  • Installation Handpumpe: 13.04.2019
  • Tiefe: 73m

Die Gemeinschaft von Luvundo ist ein Teil des Malongo-Dorfes, das wiederum an die Gemeinschaft der Capupa-Commune im Bezirk Cupal grenzt. Die rund 530 Einwohner leben vorwiegend von der Subsistenz-Landwirtschaft, also von der Hand in den Mund leben. Sie bauen Mais, Hirse und Bohnen an, einige betreiben Rinderzucht.

Rückblick: Die Situation vor der Bohrung

Vor der Installation des JAM Brunnens holten die Einwohner von Luvundo, vorwiegend die Frauen und Mädchen, ihr Trinkwasser aus einer offenen Stelle, die rund 20 Gehminuten von der Siedlung entfernt in einer Talsohle liegt. Diese Arbeit war sehr strapazierend. Um einen einzigen Kanister zu füllen, mussten die Frauen bis zu 30 Minuten warten. So lange dauerte es, bis sich wieder genügend Wasser zum Abschöpfen ansammelte. Zusätzlich sammelte sich Abfall und Tierkot um die Wasserstelle. Laut den Aussagen des Community-Leaders von Luvundo, José Kalola, traten immer wieder Krankheiten wie Typhus, Durchfall und Erbrechen auf. In den letzten 12 Monaten vor der Bohrung verstarb ein Kind, nur weil es von diesem Wasser trank. Das nächstgelegene Gesundheitszentrum ist das Municipality-Hospital, das weit entfernt (44km) ist.

Über 500 Menschen mussten von dieser Wasserstelle leben. Sie brachte Leid, Krankheit und sogar den Tod über die Gemeinschaft.

Die Wasserqualität ist sehr gut

Am  17. März 2019 war es endlich soweit: das JAM-Water-Team kam mit seinen schweren Maschinen zur Comunidade de Luvundo. Die Einheimischen beschreiben den Tag der Bohrung oft als den schönsten ihres Lebens.

In Luvundo ist die Wasserqualität des neuen Brunnens erfreulich gut. Das ist nicht selbstverständlich. Der Salzgehalt, der Ecoli-Wert und der Anteil von gelösten Feststoffen sind sehr tief. Der Brunnen ist gegen Verschmutzungen geschützt und das Wasser kann bedenkenlos als Trinkwasser für die Menschen freigegeben werden. Die durchschnittliche Fördermenge beträgt 0.7l/sec. Das erste Wasser kam schon in 20 Metern Tiefe. Doch zur Sicherheit wurde bis auf 73 Meter tief gebohrt.

Das Wasser-Komitee

Das neu gegründete Water-User-Committee (WUC) besteht aus sechs Mitgliedern aus der Gemeinschaft. Dieses Komitee erhält eine Schulung bezüglich der Wartung des Brunnens. Hinzu kommt eine grundlegende Schulung betreffend der Hygiene und dem Umgang mit dem Wasser. Die Dorfbewohner sind so in der Lage, die Verantwortung für den Unterhalt des Brunnens selber zu übernehmen und das Wissen an die übrigen Dorfbewohner weiterzugeben. Ausgestattet mit Werkzeug, Hygiene-Trainings-Karteikarten und T-Shirts ist das Komitee der Garant für eine hygienische und effiziente Wassernutzung.

Diese Arbeiten wurden ausgeführt:
  • Geologische Untersuchungen und Abklärungen am Standort
  • Ausführung der Tiefbohrung (73m)
  • Auskleidung und Sicherung des Bohrlochs
  • Qualitative Untersuchung des Wassers
  • Installation einer Handpumpe
  • Gründung und Schulung des «Water-Point-Committee»

 

Die Menschen sind glücklich mit dem neuen Brunnen

Angelina Tchikandjo ist eine der Einwohnerinnen von Luvundo. Voller Glück sprach sie mit unsren JAM-Kollegen aus Angola nach der Brunnenbohrung, um so ihrer Freude Ausdruck zu verleihen. Das freute uns ganz besonders, denn während der Standortbeurteilung konnte Angelina nicht glauben, dass es besseres Wasser geben könnte als das aus der alten Wasserquelle. – Sie kannte gar nichts anderes. Erst als sie den Vergleich mit dem sauberen Wasser sehen und schmecken konnte, realisierte sie, was sauberes Wasser bedeutet. Dem entsprechend erlebten wir nach der Brunnenbohrung eine begeisterte und wie ausgewechselt wirkende Angelina.

«Wir sind glücklich, dass wir jetzt eine sichere und zuverlässige Wasserquelle in der Nähe haben.», erzählte Angelina selbstbewusst. «Die Handpumpe hat unser Leben verbessert. Sie erspart uns die langen Fussmärsche und das mühsame Tragen über weite Strecken. Wir haben nun mehr Zeit für die Feldarbeit und müssen uns keine Sorgen mehr um das Wasser machen, da nun alles in der Nähe ist», berichtete sie uns dankbar.

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