COVID-19 in Afrika

Die Corona-Pandemie ist in der jüngsten Geschichte beispiellos. Sie stellt sowohl eine gesundheitliche als auch eine humanitäre Krise dar, die sich auf das Leben, die Gesundheit und die Lebensgrundlagen von Menschen auf der ganzen Welt auswirkt. Und sie macht auch vor Afrika nicht halt. Dort trifft sie auf Menschen, die bereits unter Konflikten, Vertreibung, Naturkatastrophen und Klimawandel zu leiden haben.

In den Ländern, in welchen sich JAM Schweiz engagiert, werden bereits bestehende Risikofaktoren wie Armut, Epidemien, Ernährungsunsicherheit, jüngste Naturkatastrophen (Dürren und Überschwemmungen), fehlende Wasser- und Sanitärversorgung, schlechte Grundversorgung, niedriges Bildungsniveau, ungleicher Zugang zu Informationen, Bürgerkriege usw., die Auswirkungen von COVID-19 zusätzlich verstärken. Daher ist unsere Solidarität und schnelles Handeln wichtig.

In unseren Projektländern (Angola, Mosambik, Uganda, Südafrika und Südsudan) herrscht zum jetzigen Zeitpunkt ein kompletter oder teilweiser Lockdown. Alle Schulen und KITAs wurden geschlossen. Die Nahrungsversorgung ist gefährdet. Die meisten der betroffenen Gemeinschaften sind so arm, dass sie kein sauberes Trinkwasser haben, geschweige denn für Händewaschen und Hygiene. Dazu kommen unzureichende oder falsche Informationen, Gerüchte, Missverständnisse und widersprüchliche Informationsquellen, was wiederum zu zunehmender Panik, Misstrauen oder Ignoranz führt.

Es braucht schnelle Präventivmassnahmen, denn die schwach entwickelten Gesundheitssysteme und die Infrastruktur werden mit den hohen Patientenzahlen nicht mithalten können. Wie im Rest der Welt werden die Ausgangssperren, Grenzschliessungen und Restiktionen auch der Wirtschaft in Afrika extrem zusetzen. Da die wenigsten afrikanischen Staaten über genügend Reserven verfügen, besteht eine grosse Gefahr, dass die derzeitige Gesundheitskrise zu einer Ernährungskrise, zu politischen Unruhen und Destabilisierung der fragilen Länder führen könnte.

So hilft JAM

Lokale JAM-Mitarbeitende aus den verschiedenen Länderbüros und Bereichen wie Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene, Gesundheit und Ernährung sowie Vertriebslogistik sind bereits im Einsatz.

In Südafrika haben alle Kinder der von JAM betreuten KITAs Nahrungsrationen für zu Hause, ausreichend für 30 Tage, erhalten. Ähnliche Massnahmen werden auch für die anderen Länder vorbereitet. JAM Angola hat die Regierung eingeschaltet und einen Plan zur Umverteilung der Vorräte aus dem Schulernährungsprogramm aufgestellt. In Uganda wurden mobile Handwaschstationen auf Märkten in und um Flüchtlingssiedlungen herum eingerichtet. In allen Ländern läuft die Mobilisation für Informationskampagnen auf Hochtouren.

Helfen Sie mit

Trotz unserer eigenen Herausforderungen hier in Europa dürfen wir die Menschen in Afrika nicht vergessen. Zusammen mit vielen anderen Hilfswerken und Ihrer Unterstützung können wir es schaffen, die Ausbreitung von Covid19 zu verlangsamen und die Auswirkungen abzumildern.

Unser Ziel, ist es 1 Million Menschen in den nächsten Wochen und Monaten zu erreichen. Die dringendsten Bedürfnisse sind Seife, Wasser, Handwascheinrichtungen sowie Informationen und Sensibilisierung. Auch Schutzkleidung, Masken und Handschuhe für JAM-Mitarbeitende und Freiwillige sind essenziell. Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende.

Jetzt Spenden

"Gelingt es nicht, das Virus auch in armen Ländern auszurotten, kehrt es in Kürze wieder zurück in die reichen. In den Ländern mit den schwächsten Gesundheitssystemen entscheidet sich, ob die Welt das Virus besiegt."

Antonio Guterres (UNO-Generalsekretär)

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