Jahresbericht 2018

Das Jahr 2018 war für uns als JAM ein gutes, doch emotionsreiches Jahr. So ereilte uns im August die traurige Nachricht vom Tod von Peter Pretorius, dem Gründer von JAM International. Er hatte uns vorgelebt, wie man mit Hingabe, Integrität und Gottvertrauen auch die schwierigsten Herausforderungen meistern kann. Die Stabsübergabe erfolgte an ein mehrköpfiges Leitungsteam, das nun gemeinsam die Mission von JAM International weiterführt. ​

Einen Gründer mussten wir auch in der Schweiz verabschieden, zum Glück nur organisatorisch. Schweren Herzens lassen wir Matthias Tobler, der JAM Schweiz im Jahr 2008 mitgegründet hatte, aus dem Stiftungsrat ziehen. Matthias hatte sich über 10 Jahre mit viel Herzblut in der operativen und später in der strategischen Leitung engagiert und JAM Schweiz massgeblich geprägt. Wir danken Matthias für sein grossartiges Engagement und das Fundament, das er gelegt hat. Mir persönlich war und ist er ein geniales Vorbild als Mensch und Leiter und es freut mich sehr, dass wir auch weiterhin auf seinen Rat und seine Unterstützung zählen können.​

Lieber Matthias, wir werden dich vermissen. Für die nächste Etappe wünschen wir dir viel Erfolg und Freude, Inspiration und Zeiten der Entspannung.​

Nelli Sattler,  Geschäftsführerin​

Wer wir sind

Die Stiftung JAM Schweiz ist eine christlich-huma-  nitäre Entwicklungsorganisation mit dem Ziel,  Afrika in seiner Entwicklung zu einer wirtschaft-  lich gesunden und eigenständigen Region zu  unterstützen.​

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Hilfe zur  Selbsthilfe für Kinder und deren Familien. Dies  realisieren wir durch Projekte wie Schulernäh-  rung, Brunnenbau, Landwirtschaft und dem  Umbau von Kindertagesstätten. Dabei handeln  wir wirtschaftlich effizient, nachhaltig und  ausschliesslich auf Eigeninitiative von und mit  Einheimischen.​

Wir unterstützen Menschen unabhängig von  ethnischer Herkunft, religiöser und politischer  Gesinnung oder Geschlecht. JAM Schweiz ist Part-  nerin der südafrikanischen Hilfs- und Entwick-  lungsorganisation JAM International, die 1984  von Afrikanern gegründet wurde.​

JAM Schweiz ist als Non-Profit-Organisation der  Eidgenössischen Stiftungsaufsicht unterstellt und  als gemeinnützig anerkannt. Somit sind Spen-  den an JAM Schweiz steuerabzugsberechtigt.​


Vision

Afrika helfen, sich selbst zu  helfen.​

 

Auftrag

Menschen in Afrika stärken,  sich selbst ein besseres Leben  aufzubauen.​

Ziele​
  • Leben retten durch die Versorgung mit nährstoffreichem​ Essen, Wasser und sanitären Anlagen.​

  • Leben erhalten durch Sozial- und Gesundheitsprogramme  wie Aufklärung über HIV/Aids, Unterstützung für Kleinbauern,  Wissensvermittlung über Ernährung und Gesundheit.​

  • Leben verbessern durch Bildung, technische Ausbildung und  vorübergehende Finanzhilfe.​

  • Leben langfristig verändern durch nachhaltige Wirtschafts-  und Geschäftsentwicklung.​

Unser Projekte 2018

Ernährung

Wir bekämpfen den Hunger von 6'000 Kindern an 23 Schulen in Angola und unterstützen so ihre  Bildung. Mit nur gerade 7.50 Franken pro Monat  erhält ein Kind an jedem Schultag den lebens-  rettenden JAM-Brei, der lokal hergestellt und  von einheimischen Helfern verteilt wird. Laut UN  (Vereinte Nationen) ist dies die effektivste Hilfe  für die Entwicklung einer Region.​

Brunnen

Ein Brunnen verändert die Geschichte eines  Dorfes und insbesondere die Leben der Frauen  und Mädchen. Wir bohrten dieses Jahr vier Tief-  wasserbrunnen, installierten Handpumpen, schul-  ten die Dorfbevölkerung im Umgang mit Wasser  und Hygiene und setzten aus Dorfbewohnern  bestehende Wasserkomitees zur Instandhaltung  ein. So konnten über 2’600 Personen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.​

Landwirtschaft

Auf 1'500 Hektaren Land in Mosambik werden  einerseits lokale Farmer trainiert und andererseits  Pflanzen angebaut, welche für die Ernährung von  Schulkindern sowie für den Verkauf auf Märkten  bestimmt sind. JAM schafft einen gesicherten  Markt für lokale Bauern und hilft ihnen auch beim  Verkauf ihrer Produkte. Das Konzept nennt sich  Home-Grown School Feeding (HGSF) und rundet  unseren Wertschöpfungskreislauf perfekt ab.​

Einsätze

Teams von Freiwilligen aus der Schweiz sammel-  ten Geld, um in Südafrika und Mosambik den  Neubau einer Kindertagesstätte oder Schule​

zu ermöglichen. Mit diesen Einsätzen schaffen  wir kindgerechte Spiel- und Lernumgebungen,  fördern die Bildung und unterstütze das Engage-  ment einheimischer Eltern und Lehrpersonen.​

Im Jahr 2018 konnten so zwei KITAs in Südafrika und zwei Schulen in Mosambik Umgebaut werden.​

Einsatzländer

Die aktuellen Projektländer von JAM Schweiz sind Angola, Mosambik, Südafrika und Südsudan.

Die Programme werden durch unsere Partneror-  ganisationen JAM International und JAM Südafrika  ausgeführt. Die Auswahl der Programme sowie  Finanzierung, Co-Leitung und Kontrolle liegt bei  JAM Schweiz. 

Jedes dieser Länder hat eine eigene JAM-Geschäfts-  stelle mit operativen Teams, einschliesslich Country Director, Programm Manager, Field Staff  und DM&E (Development, Monitoring and Evalu-  ation) Officers. Diese Teams haben sich dazu ver-  schrieben, Afrika zu helfen, sich selbst zu helfen.

Oftmals arbeiten sie unter widrigsten Bedin-  gungen und mit eingeschränkten Ressourcen.  Dennoch schaffen sie es sicherzustellen, dass  unsere Programme umgesetzt werden, und dass  das Versprechen, die Bedürftigen zu erreichen,  eingehalten wird.

Angola - Ernährung für eine bessere Zukunft

Obwohl der angolanische Bürgerkrieg seit 2002 beendet ist, leidet hauptsächlich die ländliche Bevölkerung noch immer unter dessen Folgen. Echten Frieden hatte das Land bis zu den Wahlen im Jahr 2017 noch nie.

Nach dem Ende des Bürgerkriegs wurde das Land von der damals machthabenden Familie Dos Santos regelrecht ausgebeutet. Nach über 50 Jahren Krieg und Diktatur gab es im Jahr 2017 erstmals freie Wahlen. Etwas, das die Menschen zuvor gar nicht kannten. Während sich die städtischen Gebiete um Luanda wirtschaftlich besser erholen, bleibt die Situation auf dem Land für viele Menschen sehr kritisch. Der Zugang zu sauberem Wasser und zum JAM Schulernährungsprogramm bleiben darum die Grundpfeiler unserer ganzheitlichen Entwicklungshilfe. Im Jahr 2018 durften wir über 6’000 Schulkinder an 23 verschiedenen Schulen mit ihrer täglichen Portion JAM-Brei versorgen.


Soja-Mais-Breis:

Zutaten: 

Mais, Soja, Zucker

Vitamine: 

A, B6, B12, C, D, E, K

Folsäure

Mineralstoffe: 

Calcium, Jod, Eisen, Phosphor, Kalium, Zink

Das Ernährungsprogramm von JAM

Das Symbol unserer Hilfe ist die rote JAM-Schale. Gefüllt mit einem nahrhaf-  ten Soja-Mais-Brei, verwandelt sie den Hunger der Kinder in Hoffnung. Diese  Mahlzeit ist der Höhepunkt eines Schultages und oft der einzige Grund,  warum die Kinder von den Eltern in die Schule geschickt werden. Einheimische  Helfer verteilen den Kindern den Brei, der direkt in Afrika hergestellt wird.

Der Soja-Mais-Brei, welchen JAM in der eigenen Fabrik in Mosambik herstellt,  wird mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert und  deckt damit 75 % des Nährstoffbedarfs eines Kindes.

Während die Kinder an jedem Schultag eine Portion des Soja-Mais-Breis erhal-  ten, führen wir Schulungen für Lehrer und Eltern durch und beziehen diese  aktiv in die Schulernährung mit ein.


Während die Ernährung der Kinder JAM’s wichtigste Priorität ist, versuchen wir durch Partnerschaften mit Organisationen aus dem Profit- und Nichtprofitsektor die Schulen mit weiteren Fördermassnahmen zu erreichen. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Partnerschaft ist das LEGO Six-Bricks Programm.

in Zusammenarbeit mit LEGO und der südafrikanischen NGO «Care for Education» sowie durch die finanzielle Unterstützung der BOEING-Foundation konnte JAM im Juni 2018 das LEGO Six-Bricks Projekt in Angola lancieren.

 

 

Bei unserem Besuch in Issombo/Angola im Juni 2018 waren die Kinder begeistert vom LEGO-Six-Bricks Projekt.

Das Six-Bricks Konzept wurde entwickelt, um insbesondere Kinder in ländlichen Gegenden besser fördern zu können. In spielerischer Art und Weise werden ihre kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten gestärkt.

Insgesamt konnten 50 Schulen, darunter auch zahlreiche von JAM Schweiz unterstützten, mit den beliebten Klötzen ausgestattet werden.  Mindestens 125 Lehrer wurden in der Unterrichtsmethodik geschult. Für die Kinder bringt es Abwechslung, eine verbesserte Feinmotorik und natürlich Spass und Spiel.

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